Ringelblume

Die Ringelblume

Calendula officinalis

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Bei der Ringelblume handelt es sich um eine 20 - 50 cm hohe, einjährige Pflanze der Gattung Korbblütler mit verzweigten und behaarten Stängeln. Die gelb- bis orangefarbenen Blütenblättchen sind kreisförmig um den Blütenboden angeordnet.

Von Juni bis Oktober findet man blühende Ringelblumen in zahlreichen Gärten. Besonders in alten Bauern- und Klostergärten durfte diese wertvolle Pflanze in vergangenen Zeiten nicht fehlen. Aber auch auf Friedhöfen signalisiert sie durch ihr unerschöpfliches Wachstum ewiges, nie endendes Leben.

Gesammelt werden die Blüten mit oder ohne Blütenboden.

Bilden und sähen die Blüten ihre geringelten Samen aus, nach denen sie benannt wurden, wachsen im darauf folgenden Jahr mit Sicherheit wieder Ringelblumen an dieser Stelle.

Die Ringelblume war bereits in antiken Kulturen und im Mittelalter als Heil-, Zauber- und Färbepflanze bekannt. In der Phytotherapie wird sie eingesetzt bei schlecht heilenden Wunden, da sie entzündungshemmend und wundheilungsfördernd sowie zusammenziehend, blutstillend und antiseptisch wirkt. Sie verhindert die Bildung hässlicher Narben und wirkt aufweichend bei verhärteten Narben besonders nach Brustoperationen.

Eine innerliche Anwendung als Tee hilft bei Leber- und Gallenproblemen und reinigt das Blut. In vielen Tees werden die Blütenblätter als Schmuckdroge beigemischt um den Tee interessanter und bunter aussehen zu lassen.

Als Alternative zu Safran kann Ringelblume zum Färben von Süßspeisen (Joghurt, Kuchen, Eis), Reis- und Eierspeisen sowie in Salaten beigemischt werden.

Die Ringelblume kann als Tinktur mit Alkohol zur innerlichen Anwendung oder mit Öl (z.B. Oliven- oder Sonnenblumenöl) angesetzt werden. Das Ringelblumenöl kann zu Salbe oder Creme weiterverarbeitet oder als Wundöl (evtl. gemischt mit Johanniskrautöl) direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

(ja)