Wildrose, Hundsrose

Die Wildrose (Hundrose)

Rosa canina

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Wenn wir Rose hören, denken wir meisst an eine Edelrose, wie sie in fast allen Vorgärten steht. Diese kam aber erst vor ca. 700 Jahren mit den rückkehrenden Kreuzrittern in unser Land. Bei uns heimisch ist die „Hundsrose“ (Rosa canina) und die Feldrose (Rosa arvensis).

Die Hundsrose steht gerne an Feldrainen, in lockeren Hecken und an Waldrändern. Ihre Blüten sind weiß bis rosa und duften sehr stark. Wenn man Rosenblätter sammelt, pflückt man nur die Rosenblütenblätter vorsichtig ab, damit aus dem Fruchtstand noch eine Hagebutte werden kann.

Die getrockneten Hagebutten dienten schon den Höhlenbewohnern als Vitaminspeicher in den rauen Winterzeiten, wenn nichts anderes mehr zu finden war. Sie enthalten hohe Dosen an Vitamin C, aber auch Vitamin A, B1, B2, E und K. Außerdem viele Mineralien und Fruchtsäuren. Als Mus zubereitet schmecken sie hervorragend zu Wildgerichten. Man muss sich im Herbst mit dem Pflücken allerdings beeilen, denn auch die Vögel lieben den säuerlichen Geschmack.

In der Rose wirken die Planeten Mars (Dornen) und Venus (Blüte). Männlich und weiblich, diese Gegensätze sind in der Rose in Harmonie und Balance. Darum ist sie eine Symbol der Liebe und schenkt sanfte Kraft.

So ist ihre Heilwirkung auch sanft und vorsichtig, was bei den zarten Blättern ja nahe liegt. Sie hilft als Teeaufguss bei Angst, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung und Schlafstörungen. Alles Symptome , die unter anderem auch zum prämenstruellen Syndrom und den Wechseljahren gehören. Und tatsächlich ist das Haupteinsatzgebiet der Rose die Hormonschwankung vor der Periode und in den Wechseljahren. Aber auch bei leichten Entzündungen im Mund- und Rachenraum tut es gut, mit einem Rosentee zu gurgeln. Bei Lidentzündungen kann man einfach frische, etwas zerdrückte Rosenblätter auflegen, oder auch Augenkompressen mit dem Tee machen. In Kombination mit Zitronenmelisse hilft sie bei Gürtelrose und Herpes labialis. Für gestresste, raue Gesichtshaut bereitet man sich ein Waschwasser aus einer handvoll Rosenblättern und 1/4 l stillem Wasser. Alles zusammen in ein Glas füllen und abgedeckt über Nacht stehen lassen. Dann das Gesicht damit waschen oder abtupfen - eine Wohltat für Haut und Seele.

Rosen unterstützen Frauen darin, ihre Weiblichkeit auf jeder Ebene bewusst wahrzunehmen und auszudrücken. Sie geben das Vertrauen in die eigene Sexualität.
Ihre Botschaft ist die Liebe, die bedingungslose Hingabe an das Leben, an die Lebenslust, den Rausch, die Schönheit, die Sinnlichkeit, die Freude.
Sie entspannt, beruhigt, tröstet und bringt Zuversicht. Scham und Hemmungen lösen sich auf. Die Rose öffnet das Herz für Annäherung und Versöhnung mit sich selbst. Sie stärkt die Nerven, hellt die Stimmung auf und eröffnet den Weg zur Harmonie. Sie schützt und stärkt die Aura und das Herzchakra.

Den Männern erleichtert sie, ihre Gefühle wahrzunehmen und zu zeigen, denn Rosen unterstützen die weibliche Seite im Mann, erhöhen seine Sensibilität und Fähigkeit zur Hingabe.

Die Rose verbindet die Extreme: irdische Leidenschaft und himmlische Vollkommenheit, Zeit und Ewigkeit, Leben und Tod. Deshalb nannte man früher den Friedhof Rosengarten oder auch Rosenacker. Das liegt nahe, denn wie kann man seine Liebe zu den Verstorbenen besser zeigen als durch eine Rose oder einen auf das Grab gepflanzten Rosenstrauch. Auch bei Geburten brachte man der Mutter und dem Kind einen Rosenstrauß ans Wochenbett als Geschenk. Vielleicht wussten die Menschen, die damals noch dichter an der Natur waren, auch, dass die Rose wundheilende und entzündungshemmende Inhaltsstoffe hat, die einer Wöchnerin zugute kommen.

Wie beim Holunder legten unsere Vorfahren kleine Geschenke und Opferspeisen an den Rosenbusch, um das kleine Volk wohl zu stimmen, das in Kobold-, Zwergen- und Wichtelgestalt im Rosenbusch seine Heimat hat.

Beim Räuchern schafft die Rose Verbindung und Versöhnung. Sie fördert harmonische Beziehungen, weiht und segnet. Die Rose darf in keiner Liebesräucherung fehlen, auch wenn sie kaum einen eigenen Duft entwickelt sondern eher über die Aura als den Geruchssinn wirkt.

(tt)